Die moderne Literaturkritik hat Thomas Shadwell, einen der geachtetsten und erfolgreichsten Dramatiker und Satiriker der Restaurationszeit, nur zu häufig in die Rolle eines geistlosen Apologeten libertinistischen Lebensstils gedrängt. Die vorliegende Studie revidiert dieses traditionelle Bild entscheidend, indem sie erstmals Shadwells eigene Ansätze zu einer legislativen Poetik rekonstruiert und zum Maßstab seines dichterischen Schaffens macht. Hierbei zeigt sich eine bislang übersehene gedankliche Einheit von Shadwells Postulat der Bühne als moralischer Anstalt und seinem satirisch-komödiantischen Werk, das den Libertin und seine Verstöße gegen die sittliche Wertordnung der Gesellschaft der Lächerlichkeit preisgibt.
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